Wenn es an Informationskompetenz mangelt

Alles nur „Lügenpresse“? Im Osten grassiert die Medienskepsis – weil es am Wissen über die Medien fehlt. Abhilfe ist möglich. Der Beitrag von Michael Haller zur Informationskompetenz und Medienskepsis in Mitteldeutschland kann im Tagesspiegel nachgelesen werden.  

Trau – schau – wem?

„Spike Proteine in der Muttermilch sind toxisch! Professor Byram Bridle warnt vor dem COVID-Impfstoff!“ So stand es auf Blogs und Posts bei Facebook im Herbst 2021. Ein gefundenes Fressen für alle Impfgegner: Der kanadische Immunologe warnt vor dem Impfstoff von BioNTech! Und viele Nutzer glaubten das. Eine Erhebung zeigt, dass etwa jeder zweite Onlinenutzer schon mit Fake News in Kontakt kam. Zeitgleich sagen immer mehr Menschen, dass sie den klassischen Newsmedien (wieder) vertrauen. Wie geht das zusammen?

Was sind „konstruktive Nachrichten“?

Alles ist ziemlich schlimm, und alles wird noch schlimmer: Diese deprimierende Sicht der Dinge, so finden viele Menschen, vermitteln uns die Medien. Die Corona-Pandemie sei ein typisches Beispiel für den unaufhörlichen Strom an „negativen Nachrichten“. Stimmt das? Und können die Journalisten mit konstruktiv wirkenden Berichten und Geschichten gegensteuern?

Vorsicht bei Warum-Antworten!

„Warum die Zahl der Corona-Toten in der Werrestadt so hoch ist“, stand im Titel eines Berichts in der Neuen Westfälischen (18.11.2021). Doch diese Frage konnte der Bericht gar nicht beantworten, er referierte nur das, was die Behörden mitteilten. Hierbei handelt es sich nur um ein Beispiel unter vielen: In zahlreichen Medien werfen die Journalisten immer wieder bedeutsam klingende Warum-Fragen auf, aber haben mit deren Beantwortung größte Schwierigkeiten. Wie erklärt sich das?