Schulunterricht

Informationskompetenz für den Schulunterricht

 

Wie kann man sich über das, was in der Welt geschieht, zuverlässig informieren? Vor allem die jungen Menschen sind auf ihren Plattformmedien (insb. Facebook, YouTube, Instagram) einem Wust an Falschmeldungen, Lügengeschichten und Verdachtsberichten ausgesetzt. Aber auch die etablierten Newsmedien machen es nicht immer leicht, sich in der Nachrichtenwelt zurecht zu finden. Doch wer die Mediengesellschaft verstehen, wer sich eine eigene Meinung bilden und am politischen Diskurs beteiligen will, benötig nicht nur Medienwissen, sondern auch Informationskompetenzen.

Das Programm fit for news soll den Lehrerinnen und Lehrern die Vermittlung dieser Kompetenzen erleichtern. Zu diesem Zweck haben wir zwei verschiedene Vermittlungsformen entwickelt. Unter dem Stichwort „Präsenzunterricht“ finden Sie ein umfassendes Lehrprogramm für den Unterricht in der Schulklasse. Das Stichwort „Onlinekurse“ führt Sie zu zwei Online-Tools zu den Themen „wie kann ich mich zuverlässig informieren?“ und „wie überprüfe ich Bilder?“, welche für den digitalen Fernunterricht (E-Learning, Distance Learning) wie auch zur Flankierung und Vertiefung des Schulunterrichts (hybrides Lernen) genutzt werden können.

Unser Lehrprogramm richtet sich insbesondere an die Schulen in Mitteldeutschland. Auf den Folien zeigen wir deshalb viele Fallbeispiele aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Nutzbar ist das Programm jedoch für alle Schulen im deutschsprachigen Raum. Die Folien können von den Lehrer:innen bearbeitet und mit Beispielen aus ihrer Region bestückt werden.

Hinweis zur Ansprache: Die Kurse für den Schulunterricht sind in der Du-Form gehalten. Für (Berufs-)Schulklassen, in denen Sie die Schüler:innen mit Sie ansprechen, nutzen Sie bitte die Materialien für die Erwachsenenbildung.

Ziele

Hier geht es um die Schlüsselfertigkeiten, die das soziale Zusammenleben wie auch die individuelle Entfaltung der jungen Generation in der Mediengesellschaft wesentlich prägen.

Mit den Lehr- und Lernmitteln des fit for news-Programms erwerben die Schülerinnen und Schüler diese Kompetenzen. Anhand einfacher Übungen und Beispiele werden sie in Bezug auf ihre eigenen Nutzungsmuster sensibilisiert; sie entdecken Falschinformationen und lernen Merkmale zuverlässiger Nachrichten kennen. Sie bekommen Anleitungen, wie man Nachrichten checkt und Bilder überprüft. Vor allem aber dienen die Unterrichtsmodule als Bausteine für den reflektierten Gebrauch von Informationen – im Umgang mit Gleichaltrigen, im Schulunterricht, in der Erwachsenenwelt und natürlich für die alltägliche Mediennutzung.

Ausgangspunkt der beiden Lehrprogramme – analog (Präsenzunterricht) und digital (Onlinekurse) – waren zwei Erhebungen über das Informationsverhalten, die Mediennutzung und das Nachrichtenverständnis der Menschen in Sachsen (Schülerinnen und Schüler wie auch Erwachsene). Diese Studien zeigten, dass der Erwerb von Informationskompetenz einen direkten Bezug zur Alltagswelt der Menschen haben und auch das aktuelle Geschehen in der Welt berücksichtigen sollte (Motto: „Die SchülerInnen dort abholen, wo sie sind“). Von daher haben wir Unterrichtseinheiten entwickelt, die das Thema zu weiten Teilen aus der Perspektive Jugendlicher und junger Erwachsener behandeln. Diese Einheiten wurden im Rahmen über Feedbackschleifen mit Lehrerinnen und Lehrern an drei kooperierenden Schulen in Bautzen, Leipzig und Reichenbach getestet und an die Wünsche und Bedürfnisse von Lehrern und Schülern angepasst.

Entwicklung

Spätestens seit dem sogenannten Corona-Lockdown 2020 muss auch der Schulunterricht auf hybride Unterrichtsformen ausgerichtet werden. Die dafür erforderlichen Materialien sollten digitales und analoges Lernen verbinden. Den Onlinekurs haben wir während des Corona-Lockdowns in Zusammenarbeit mit dem Medienpädagogischen Zentrum in Torgau im zweiten Halbjahr 2020 entwickelt. Er wurde zunächst als ein offenes „Online-Self-Assessment-Tool“ (OSAT) für die Erwachsenenbildung erprobt.  Der hier angebotene Kurs basiert auf diesem Tool und nutzt sein Konzept der interaktiven, erfolgskontrollierten Lernschritte. Der Kurs ist responsiv programmiert und kann auch auf kleinformatigen Ausgabegeräten (Smartphones und Tablets) genutzt werden. Er wird im Laufe des Jahres 2021 weiter ausgebaut.

Institut und Projektpartner

Das Projekt wird vom Europäischen Institut für Journalismus- und Kommunikationsforschung (EIJK) in Leipzig durchgeführt. Die Leitung liegt bei Prof. em. Dr. Michael Haller und Martin Hoffmann. fit for news wird von der Stiftung Neue Länder gefördert und von der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig mitgetragen. Das Projekt wurde außerdem von den Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanälen (SAEK) unterstützt.

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